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Lauftreff-Hannover.de in Amsterdam / Niederlande
- Bericht von Jens Tielemann -

Andreas Jens Harald Max Marco Manfred

Lauftreff-Hannover.de in Amsterdam 2014

Strecke
Halbmarathon von Amsterdam 2014


LAUFTREFF-HANNOVER.DE in Amsterdam / Niederlande
Vor dem "Amsterdam-Halbmarathon"
(v. l.): Jens, Harald, Marco, Max und Manfred (es fehlt: Andi / Marathon)

Andreas 03:48:14 (Marathon)
Harald 01:37:35
Marco 01:39:05
Jens 01:41:09
Manfred 01:44:07
Max 01:49:06


1. Tag: 17.10.14 Fr. (Hannover - Amsterdam)

Tagesmotto: "Ebola in Bad Bentheim?"

Die diesjährige Laufreise führte den "Lauftreff Hannover" nach Amsterdam. Die reine Männertruppe (Max, Harald, Andi, Manfred, Marco und ich) machte sich am Freitag-Morgen mit dem Zug auf den Weg in die niederländische Hauptstadt.

Dabei fing es gar nicht gut an - wg. eines möglichen Ebola-Falls (Aussage des Zugführers) wurde dem IC die Fahrt über die Grenze verweigert. So mussten Max, Marco und ich einen unfreiwilligen 2 stündigen Zwischenstop in Bad Bentheim (wo man nicht begraben sein möchte) einlegen. Über das Kommunikationsverhalten der DB an dieser Stelle "kein Kommentar".

Im folgenden (und durch den o. g. Umstand brechend vollen) IC trafen wir dann auch Andi und Manfred, sowie eine "lustige" Frauen-Clique, die einen Junggesellinnen-Abschied im Zug feierte. Gegen 15:00 Uhr erreichten wir dann endlich "Amsterdam Centraal", wo wir mit Harald (der feine Hr. Dr. flog von Nürnberg) dann auch endlich komplett wurden und uns auf den Weg zur Unterkunft machten.

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Mit der Straßenbahn vom Hauptbahnhof zur Unterkunft

Nach dem Einchecken im geräumigen "Olympia-Appartement" (unmittelbar an der Marathon-Strecke) holten wir direkt die Startunterlagen ab (kurz und bündig, sehr gut organisiert, was bei 45.000 Teilnehmern aus 97 Ländern aber auch notwendig ist) und fuhren dann mit der Bahn in die City (Essen, Kneipe, Essen, Kneipe, ...). Nach einem Großeinkauf für die folgenden Tage und einigen weiteren Absackern im Appartement - Ausnahme Harald, der seit dem Verlust von 17 kg und 5 x Training / Woche jeglichen Lebensfreuden abgeschworen hat - fielen uns dann gegen 23:30 Uhr die Äuglein zu.

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"Unser" Olympia-Appartement (VOR dem Einzug)

2. Tag: 18.10.14 Sa. (Amsterdam)

Tagesmotto: "Guck' da nicht so hin... - ein Museum..."

Nach einer gar nicht so schlechten Nacht (Ausnahme die gewohnte senile Bettflucht bei den Ü40) und einem hervorragendem, selbst zubereiteten, Frühstück (Käse, Käse, Käse, ...) begab sich die Gruppe bei bestem Wetter (mit "Heinecken" im Rucksack) auf Sightseeingtour.

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Auf Entdeckertour

Zuerst führte uns unser Weg zu den "9 Straatjes" (Straßen), die den Amsterdamer Grachtengürtel bilden. Im Gegensatz zur vollen Innenstadt war es hier deutlich ruhiger (wenn auch bestimmt nicht leer) und ursprünglicher - sehr schön.

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Grachtenviertel

Nach einigen Pausen an Grachten und in Cafe's trennte sich die Gruppe gegen Mittag - Andi und Manfred gingen auf Museumstour (sagten sie zumindest ;-)) während die zweite Gruppe auf Grachtenfahrt ging. In der 1 Std. an Bord (Start am Hauptbahnhof) bekamen wir einen guten Einblick auf Amsterdam vom Wasser aus.

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Grachtenfahrt

Danach versuchte sich Max als Reiseführer - aber er ist eben kein Jürgen (viele Grüße). Die Fahrt in die völlig falsche Richtung entpuppte sich dann aber doch nicht als kompletter Reinfall: die Gegend um den "Artis Tierpark" wusste zu gefallen (die Pommes und das alkoholfreie! Bier auch).

Nachdem wir wieder auf der richtigen Spur waren, statteten wir noch dem 47 Hektar großen "Vondelpark" einen Besuch ab - hier spazierten wir ca. 3 km an der Laufstrecke und liefen dann auch gleich weiter zum Appartement. Damit war der samstägliche Halbmarathon erfolgreich absolviert. Hier trudelten dann auch Manfred und Andi ein. Von der Museumstour wurde aber nichts weiter bekannt. Aber gut, wir wollen an dieser Stelle keine Gerüch(t)e (Amsterdam Coffeeshop) streuen. Generell beschwerte sich Andi (mal) wieder über unsere "Un-Kultur".

Bevor das gewohnte Jammern und sammeln von Entschuldigungen vor dem morgigen Lauf begann (Muskelprobleme, Hämorrhoiden, Verstopfung, ...) aßen wir noch beim Chinesen. Auch, wenn die Portionen wirklich übersichtlich waren, hat es sehr lecker geschmeckt.

3. Tag: 19.10.14 So. (Amsterdam)

Tagesmotto: "(Fast) Alles Käse..."

Weil Andi (Marathon) bereits um 09:30 Uhr startete (Halbmarathon erst um 13:20 Uhr) waren wir früh wach (Danke noch einmal an dieser Stelle an Andi für den mit voller Lautstärke klingelnden Wecker im Wohnzimmer - während er unter der Dusche stand!). Max, Manfred und ich begleiteten ihn dann zum Start: 200 m um die Ecke! Den weiteren Verlauf des Marathons konnten wir dann direkt aus dem Fenster unseres Appartements beim Frühstück verfolgen. Genial.

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Blick vom Appartement auf die Laufstrecke

Während wir Andi's Marathon live per Handy-Track mitverfolgen konnten (natürlich mit der nötigen Schadenfreude) machten wir uns für den Halbmarathon bereit. Pünktlich zum Start zog es sich dann zu und es begann zu regnen - für mich persönlich besser als Sonnenschein. Mit ca. 20 Grad (und späterer Trockenheit bei Bewölkung) waren die äusseren Laufbedingungen aber akzeptabel.

Nicht so toll - im Vergleich zu unseren anderen Laufreisen - fanden wir die Strecke: diese lässt die schönsten Stellen von Amsterdam quasi komplett aus. Zur Entschuldigung muss man aber wohl anführen, dass die Strassen bspw. im Grachtenviertel wohl zu schmal wären. Schon jetzt war es an der Strecke an einigen Stellen grenzwertig eng.

Das sich Verzicht und Schinderei (und eine Eigen-Urin-Kur) auszahlen, zeigte dann das Resultat von Harald: Platz 1 in der interne Lauftreff-Wertung. Bei km 15 zog er locker-flockig an mir vorbei. Gerade auf den letzten 5 km war bei mir die "Flasche leer" (mehr war mit zuletzt 1 x / Woche Training nicht drin). Marco, Manfred (lange verletzt) und Max (vorher 2 Wochen Urlaub in Marokko ohne Training) holten ebenfalls das Optimum heraus. Grundsätzlich werden wir aber eben auch nicht jünger.

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Einlauf / Ziel Olympia Stadion

Nach einigen ruhigen Std. im Appartement zogen wir dann noch einmal in die Stadt (Pizzeria, Cafe). Weitere Details und Fotos werden an diese Stelle wegen des notwendigen Jugendschutzes nicht erwähnt bzw. gezeigt (werden aber auf Anfrage gerne zur Verfügung gestellt ;-)).

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Vor dem Olympia Stadion

4. Tag: 20.10.14 Mo. (Amsterdam - Hannover)

Tagesmotto: "Abreise"

Der heutige Tag stand natürlich im Zeichen der Abreise. Nach dem Frühstück musste zunächst das Appartemant (notdürftig) renoviert werden. Nach dem "Check out" um 11:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof, wo wir um 13:00 Uhr mit dem IC - dieses Mal ohne Zwischenfälle - nach Hannover zurückfuhren.

Das diesjährige Fazit fällt etwas zwiegespalten aus: Unterkunft und Truppe waren top, die Strecke und der Lauf waren aber eher nicht so optimal, wobei der Einlauf in das Olympia Stadion (v. 1928) schon nett war. Die konsequente Genussverweigerung von Hr. Dr. Harald Kuhn vor dem Lauf brachte diese Laufreise (und die Stimmung) fast zum kippen - fraglich, ob er nächstes Jahr wieder mitfahren darf...