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Lauftreff-Hannover.de in Bilbao / Spanien
- Bericht von Jens Tielemann -

Andreas Jens Max Helmut Reinhold Jürgen Manfred Jörg Kerstin Christian Berno Sven Martina Doro Bettina

Lauftreff-Hannover.de in Bilbao / Spanien

Strecke
10 km u. Halbmarathon Bilbao / Spanien


LAUFTREFF-HANNOVER.DE in Bilbao / Spanien
Vor dem Halbmarathon in Bilbao / Spanien
(v.l.): Kerstin, Berno, Bettina, Helmut, Jens, Manfred, Jürgen, Sven, Andreas, Doro, Jörg, Christian und Reinhold

Doro 01:34:10 (21,1 km); 0546 / 3709
Andi 01:38:48 (21,1 km); 0858 / 3709
Kerstin 01:39:19 (21,1 km); 0891 / 3709
Jörg 01:45:25 (21,1 km); 1442 / 3709
Jens 01:45:47 (21,1 km); 1476 / 3709
Jürgen 01:54:47 (21,1 km); 2294 / 3709
Helmut 01:55:02 (21,1 km); 2304 / 3709
Sven 01:55:51 (21,1 km); 2359 / 3709
Berno 01:57:31 (21,1 km); 2499 / 3709
Reinhold 01:59:38 (21,1 km); 2678 / 3709
Christian 02:02:41 (21,1 km); 2901 / 3709
Manfred 0:42:48 (10 km); 0261 / 4748
Bettina 0:51:48 (10 km); 1369 / 4748


1. Tag: 19.10.17 Do. (Hannover - Bilbao)

Tagesmotto: "Abgestürzt"

Mit einer Rekordbeteiligung von 15 Personen (darunter die verletzten Martina und Max) machte sich der "Lauftreff-Hannover.de" auf den Weg nach Spanien. Diesjähriges Laufziel war der Nacht-Halbmarathon in Bilbao.

Rekordverdächtig war auch die Inhomogenität der Anreise. So führten die Wege über Hannover, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt zum Ziel - und das auch noch verteilt von Mittwoch bis Montag. Letztendlich haben wir uns aber alle gefunden.

Der Flughafenbus (mit USB-Anschlüssen) brachte uns für sage und schreibe 1,45 € / (Wucher ;-)) in die Nähe des sehr zentral gelegenen Hotels (von dem wir übrigens aufgrund des super Preis-Leistungsverhältnisses begeistert waren). Im Abendlicht bekamen wir schon einmal einen Eindruck von der Stadt (sehr hügelig, sehr grün, weil viel Regen, Architektur: Historisches und Modernes).

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Bilbao am Abend

In der Altstadt trafen sich dann, bis auf 3 am Freitag erwartete Nachzügler, alle zum fröhlichen Umtrunk mit Schinken, Käse und Baguette. Bei Weinpreisen von weniger als 2 € für ein gut gefülltes Glas stieg die Stimmung spürbar weiter an... - wer hier nicht rechtzeitig den Absprung schaffte endete bei zusätzlich Bier, Whiskey und Rum (und umgekehrt) und sehr zur Freude eines Wirts auch bei ca. 8 Tüten (gammeligen) Chips.

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Prost

Die Rache am nächsten Morgen war fürchterlich...

2. Tag: 20.10.17 Fr. (Bilbao)

Tagesmotto: "... nur noch einen Kilometer... höchstens... wenn überhaupt..."

Wer denn feste Nahrung zu sich nehmen konnte, erfreute sich um 09:00 Uhr am sehr leckeren Frühstücksbuffett.

Für heute hatte sich die Gruppe, bis auf 2 Ausnahmen (Guggenheim Museum), eine Fahrradtour (ca. 50 km hin und zurück) zum Meer im Norden von Bilbao vorgenommen. Bereits vorbildlich von Max organisiert, übernahmen wir um 11:00 Uhr die Räder am Bahnhof. Diese erwiesen sich in der Folge allerdings als nur bedingt "geländetauglich" bei den durchaus exponierten Verhältnissen. Bei bestem Wetter (25 Grad) ging es zunächst immer sehr schön am Fluß Nervión entlang.

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Strecke

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Radtour am Fluss Nervión

In der Folge führte uns unser Weg leider baustellenbedingt weg vom Fluß durch den Stadtverkehr, was ziemlich ätzend war. Höhepunkt war hier die gruselige Durchquerung eines Autotunnels. Nach einigen wenigen Stops in Supermärkten (Stillung des Nachdurstes) waren wir aber wieder in der Spur und erreichten nach ca. 1 Std. Getxo. Hier war besonders die Art der Überquerung des Flusses beeindruckend (Puente Colgante, die "Hängende Brücke").

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Flussüberquerung

Je näher wir Richtung Meer kamen, desto "südeuropäischer" wurde die Landschaft und bot faszinierende Einblicke auf Meer und Strand. Wie bereits oben erwähnt, sorgten die suboptimalen Fahrräder für eine gehörige Kraftanstrengung - so musste bspw. ein beachtlicher Höhenunterschied mit einer Zahnradbahn überwunden werden.

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Traumhafte Ausblicke

Max, wie gewohnt immer vorneweg, führte uns zielsicher durch die faszinierende Landschaft..., zumindest meistens. Als die Stimmung (siehe Tagesmotto) kurzzeitig zu kippen drohte, übernahm kurzerhand Berno die Führung und schneller als wir uns versahen, waren wir am Ziel, dem "Playa Gorrandatxe Azkorri". Die ganz Harten unter uns gingen sogar in der tosenden Brandung schwimmen (Reinhold, Doro und Max).

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"Playa Gorrandatxe Azkorri"

Auch der eine oder andere Nacktbader war anzutreffen - ein ganz besonderes Exemplar tauften wir auf den Namen "El Baumelo".

Auf einem Radweg direkt an der Steilküste (sehr schön) ging es dann zurück in Richtung Bilbao, wobei wir zwischendurch auch noch ein nettes Cafe besuchten und für ein ordentliches Umsatzplus sorgten.

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Steilküste

Danach teilte sich die Gruppe: Einige fuhren mit dem Rad weiter, der Rest bestieg mit den Rädern die Metro (unter den ungläubigen Blicken der Einheimischen) und fuhr direkt zur Startnummernausgabe in der Nähe des Guggenheim Museums. Nachdem auch das (gut organisiert) erledigt war, ruhten wir uns etwas im Hotel aus.

Am Abend trafen wir uns dann alle (auch die Nachzügler Manfred, Jürgen und Helmut waren mittlerweile angekommen) in der Altstadt. Wer übrigens nicht des Spanischen mächtig ist, musste sich in schöner Regelmäßigkeit der Zeichensprache bedienen - Englisch ist in Bilbao wirklich ganz dünn.

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Typisch spanisches Essen

Heute ging es aber nicht mehr allzu lange, was a) an den Nachwirkungen von gestern, b) an der doch anstrengenden Radtour und c) am bevorstehenden Lauf lag.

3. Tag: 21.10.17 Sa. (Bilbao)

Tagesmotto: "Es ist (irgendwie) Platz auf der schmalsten Strecke"

Mit 17 Grad und leichtem Regen war es heute weit weniger schön und warm als gestern - für den anstehenden Lauf aber ja nicht die schlechtesten Voraussetzungen.

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Blick auf dem Hotel-Restaurant

Bis zum späten Nachmittag war heute mehr oder weniger Individual-Programm angesagt, d. h. Guggenheim-Museum, Shopping, Stadtbesichtigung, Fussball-Stadion von Athletic Bilbao, Markthalle, auf dem Zimmer abhängen etc.

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Kunst in Bilbao

Inbesondere die Altstadt mit ihren engen Gassen und vielen Cafes (auch hier der Kaffee / Cappuccino für deutlich unter 2 €) hat uns sehr gefallen.

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Bilbao Altstadt

Um 19:15 Uhr trafen wir uns in der Hotel-Lobby zum Fussmarsch (oder auch Einlaufen) in Richtung Start am Stadion "San Mamés".

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Treffpunkt Hotel-Lobby

Am Stadion trafen sich dann ca. 11.000 LäuferInnen bei 18 Grad für die Distanzen 42,1, 21,1 und 10 km. Das alle Distanzen zusammen - immerhin in unterschiedlichen Blöcken - starteten empfanden wir als nicht so optimal. So staute sich die Masse schon am ersten Kreisel bis zum Stillstand. Wer das Glück hatte (oder so schlau war) und ganz vorne startete kam hier besser weg.

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Faxen kurz vor dem Start

Insgesamt war die Stimmung fantastisch; neben dem (kleinen) Feuerwerk beim Start wurde auch für tollen Support an der Strecke gesorgt (auch von unseren Verletzten Martina und Max) - auch Verpflegungstechnisch. Insgesamt handelt es sich hier jedoch um keinen "schnellen" Lauf - dafür sind die Straßen einfach zu eng und wenn man einen Pacemaker mit entsprechender Menschentraube vor sich hat, ist das ganz schön nervig. Da musste selbst das kleinste Nadelöhr zum Überholen gesucht werden, was auch "Körner" gekostet hat. Zur Einzelkritik ;-):

Am Rande sei noch erwähnt, dass wir alle beim Halbmarathon durch die Bank hinterher 500 - 700 m mehr "auf dem Tacho" hatten. Kann ja eigentlich kein Zufall sein.

Um Mitternacht trafen wir uns noch alle in einer Kneipe nebenan, die extra den Ladenschluss verlängerte und feierten den gelungenen Lauf und die tolle Laufreise sowieso.

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After-Run-Party

4. Tag: 22.10.17 So. (Bilbao - Hannover)

Tagesmotto: "Adiós a Bilbao ... estuvo bien"

Um 09:00 Uhr traf sich die müde Truppe zum Frühstück.

Nach dem Auschecken gingen wir dann gegen 11:00 Uhr im Regen in die Innenstadt zum Flughafenbus. In unterschiedlichen Gruppen flogen wir dann nach Deutschland zurück.

Eigentlich waren ja alle Lauftreisen bisher immer sehr schön... - diese war es aber ganz besonders, was im wesentlichen an der sehr harmonischen Gruppe lag. Auch die Radtour war traumhaft. Weil nach dem Lauf vor dem Lauf ist, geht jetzt langsam die Planung für 2018 los.