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LAUFBERICHT VON ANNETTE HILSCH

Lena, Andrea und ich konnten leider nicht mit nach Tromsö. Da wir uns aber die Marathonvorbereitung mit den anderen nicht entgehen lassen und selbst zur gleichen Zeit wie die Anderen einen Marathon laufen wollten, suchten und fanden wir schließlich den Mittelrhein-Marathon.

Die Streckenbeschreibung und die Bilder im Internet überzeugten uns. Andrea entschied sich später aus persönlichen Gründen gegen den Lauf, eine weise Entscheidung, wie ich finde.

Am 17. Juni fuhren wir schließlich nach Oberwesel; dort befand sich der Startpunkt. Und genau dort, ca. 1,5 km entfernt, fanden wir auch einen wunderschönen Campingplatz direkt am Rhein. Die ganze Umgebung dort ist phantastisch. Die Burgen am Rhein und speziell an der Laufstrecke reihen sich wie Perlen an einer Perlenkette nebeneinander auf.

Oberwesel-Marathon I
Oberwesel-Marathon I

Am 18. Juni um 9.00 Uhr starteten wir, es waren morgens bereits ca. 20 bis 24 Grad. Leute auf dem Campingplatz hatten uns zuvor von dem Lauf im letzten Jahr erzählt, bei dem die Leute reihenweise durch die Hitze umgekippt seien - wir ließen uns dadurch aber nicht schrecken und starteten trotzdem.

Die Strecke führt von Oberwesel bis nach Koblenz, vorbei an der Loreley und insgesamt 12 Burgen und zahlreichen mit Wein bewachsenen Hängen. Es waren wenig Zuschauer, dafür war die Stimmung gut und es gab ca. alle 2,5 km einen Getränkestand. Dies war auch gut so, denn bereits nach ca. einer knappen Stunde lag die Temperatur bei 30 Grad. Ich habe aufgrund der Hitze bereits nach 13 km abbrechen müssen. Das war für mich der absolute Supergau. Ich bin keine Läuferin, die bei so einer Hitze laufen kann, wie ich dort für mich leider erfuhr.

Oberwesel-Marathon II
Oberwesel-Marathon II

Lena schlug sich tapfer durch und erreichte in ihrem erstem Marathon gleich in der tollen Zeit von 4:45:37 Std. das Ziel!!! Herzlichen Glückwunsch, Lena!!! Unter den Bedingungen eine super gute Leistung!!!

Wer also an diesem Lauf teilnehmen möchte, sollte Hitze vertragen können. Im Rheintal wehte kein Lüftchen, die Hitze stand zwischen den Bergen. Und wir erfuhren später von verschiedenen Leuten, dass sehr viele Leute aufgrund der Hitze aufgeben mußten. Außerdem hörten wir auf der Strecke sehr oft die Sirenen der Krankenwagen, die vermutlich Läufer abtransportierten. Der Lauf ist meiner Ansicht nach einer der schönsten Läufe die es gibt und wenn er bei 15 Grad weniger stattfinden würde, ich würde ihn garantiert wieder laufen.