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Lauftreff-Hannover.de in Oslo / Norwegen
- Bericht von Jens Tielemann -

Andreas Jens Christian Jürgen Rolf Harald Helmut

Lauftreff-Hannover.de in Oslo 2013

Strecke
Halbmarathon von Oslo


LAUFTREFF-HANNOVER.DE in Oslo / Norwegen
Vor dem "Oslo-Halbmarathon"
(v.l.): Andreas, Jens, Jürgen und Christian (es fehlt: Rolf)

Andreas 01:40:06
Jens 01:41:41
Christian 01:49:46
Jürgen 02:04:54
Rolf 02:10:27


1. Tag: 19.09.13 Do. (Hannover - Kiel - Oslo)

Tagesmotto: "Wir fahren ja nicht nach Eritrea"

Die diesjährige "große" Lauftreffreise führte uns (Andreas, Harald, Christian, Jürgen, Rolf (mit seiner Frau Martina), Helmut und mich)) nach Oslo. Die Anreise erfolgte mit dem Auto nach Kiel und von dort weiter mit dem Kreuzfahrt-Schiff "Color Line" direkt in die norwegische Hauptstadt.

Erstmalig organisierten wir die Reise nicht selbständig, sondern nutzten das unschlagbar günstige "Laufreise-Angebot" (Mini-Kreuzfahrt, Hotel, Buffet, Anmeldung, Transport) der o. g. Fährgesellschaft. So konnte man an Bord auch noch das eine oder andere bekannte Gesicht aus Hannover entdecken.

Empfangen wurden wir in Kiel mit einem "Welcome-Package" (u. a. Schokolade ) und einem 1a-Nudelgericht inkl. Getränke "for free". Dies setzte sich dann auf dem Schiff mit Kaffee und Obst nahtlos los fort. Zusätzlich gab es auch noch ein Seminar "Brainrunning - vom Marathonläufer zum Gedächtnisgroßmeister" (worum es ging, habe ich vergessen ;-)). In Anbetracht dieser tollen Angebote kam dann auch das o. g. Tagesmotto zustande.

Weil es an Deck temperatur- und windmäßig überraschend angenehm war, verbrachten wir einen Großteil der Zeit, bei dramatisch abnehmendem mitgebrachten Bierbestand, auch auf dem Sonnendeck. Beim auch dort eingenommen Abendessen (Selbstversorgung) entpuppten sich dann angebliche Vegetarier als exzessive Fleischfresser. Schön, wenn man seine Prinzipien hat und auch dazu steht.

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Abendessen mit Meerblick

Den restlichen Abend hielten wir uns dann in der "Observation Lounge" mit tollem Blick auf's Meer auf. Bei "6 nimmt!" konnte die Reisekasse ordentlich aufgebessert werden (danke an Andi und Jürgen!). In Anbetracht des hohen Preisniveaus in Oslo war das auch notwendig. Der "Nutzwert" unserer Ernährung hielt sich auch hier, Lauftreffreisen-typisch, mit u. a. Haribo in allen Variationen und Whiskey, in engen Grenzen.

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"Typische Lauftreff-Ernährung"

2. Tag: 20.09.13 Fr. (Oslo)

Tagesmotto: "Wenn doch nur schon wieder Montag wäre…"

Nach einem tollen Frühstück an Bord (mit Blick auf den Oslo-Fjord) legten wir um 10:00 Uhr in Oslo an.

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Sonnenaufgang auf dem Schiff

Der vom Veranstalter bereitgestellte Bus brachte uns direkt zum "Thon-Hotel Slottsparken" etwas oberhalb der City (aber doch sehr zentral gelegen) - auf der Fahrt konnten wir schon einen ersten Eindruck von der Streckenbeschaffenheit gewinnen (hügelig).

Weil das Einchecken im Hotel noch nicht möglich war, machten wir uns zu Fuß bei herrlich-nordischem Wetter (ca. 17 Grad und Sonne) in Richtung "Startnummernausgabe" (hinter dem Rathaus am Hafen) auf. Hier lief es dann etwas chaotisch ab - von den 10 Schaltern für den Halbmarathon waren 9 "arbeitslos besetzt", am 10. Schalter, der unseres Veranstalters, warteten ca. 100 LäuferInnen. Zudem waren die "Verkäufer" auf der Marathon-Messe penetrant aufdringlich.

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Startnummernausgabe am Hafen

Gegen frühen Nachmittag trennte sich dann die Gruppe in "Sightseeing" (Museen, Vigeland-Skulpturenpark, …) und "Lauf-Vorbereitung". Getreu dem Motto "wir sind ja nicht zum Spaß hier", liefen Andi und ich schon einmal vom Hotel aus Teile der Halbmarathon-Strecke am "Frognerstranda" am Meer entlang auf die, schon sehr ländliche, Museumsinsel "Bygdøy" und zurück (ca. 11 km).

"Lustig" war dann die Zimmerverteilung im Hotel. Während alle von uns ein sehr übersichtliches Zimmer im 60er-Jahre-Style bekamen (was ja für 2 Nächte auch ok ist), bewohnten Andi und Harald, zum selben Preis, die "Königs-Suite" (ca. 50 qm, 3 Zimmer, Küche, modernes Bad, Kamin! und Blick auf Oslo). Das Sprichwort "Perlen vor die Säue werfen" bekam hier eine ganz neue Bedeutung :-). Gegen Abend war die (wahrscheinlich frisch renovierte) "Suite" dann auch schon nahezu unbewohnbar und die Kammerjäger im Großeinsatz. Andi hatte wegen unserer "unwürdigen Wohnverhältnisse" und "Armut" eine schlaflose Nacht.

Zum Abendessen versammelten wir uns ganz in der Nähe des Hotels in einem Restaurant, wo wir sogar noch draußen sitzen konnten. Bei Hamburger, Pommes und Bier (alkoholfrei!) für ca. 25 € und "Fish & Chips" zum selben Preis sank das Niveau dann deutlich ab ("Zungenwurst-Design-Outlet in Klein-Otze"). Harald kommentierte das mit dem o. g. Tagesmotto.

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Echte Fürsorge

Dank eines eiligst von Christian organisierten Zusatzbetts (das im Zimmer vorhandene Bett war mit 1,40 m Breite für 2 Personen schon arg eng) und "Ohropax" (gegen schnarchende Mitbewohner) war die Nacht letztendlich ganz in Ordnung.

3. Tag: 21.09.13 Sa. (Oslo)

Tagesmotto: "Keine Ausreden..."

Nach dem guten Frühstück im Hotel (aber räumlich mit dem Charme einer "sowjetischen Großküche" und "eiskalt" herunter klimatisiert) begann die Vorbereitung auf den Halbmarathon.

Helmut und Harald meldeten sich aus verschiedenen (fadenscheinigen ;-)) Gründen direkt ab. Während also Harald alleine den "Holmenkollen" erkundete und Andi, Christian, Rolf und Martina "auf Kultur" machten (Nationaltheater, Oper etc.) gingen Jürgen und ich im Schlosspark spazieren und zogen uns dann zwecks mentaler Vorbereitung auf die Zimmer zurück.

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Opernhaus Oslo

Um 12:45 Uhr versammelte sich die Gruppe im "Hotel-Foyer" und ging gemeinsam zum Start, der in unterschiedlichen Blöcken zwischen 13:23 und 13:41 Uhr erfolgte.

Wer auf unserer Internetseite öfters mal vorbeischaut, ist bestimmt schon ganz gespannt, welche Ausreden ("es sind immer andere schuld") bzgl. der gelaufenen Zeiten denn nun schon wieder kommen ;-) - zu warm, zu windig, zu voll, zu bergig etc.

Nein, nein, nein, dieses mal kommt nichts dergleichen (auch, wenn es bei 20 Grad, knalliger Sonne und einer hügeligen Strecke recht anspruchsvoll war ;-)) - die Zeiten spiegeln in etwa den jeweiligen Trainingsstand dar und (viel) mehr war damit auch nicht drin. Gesagt werden muss aber noch, dass die Ziel-Zeiten schon "etwas" fragwürdig waren (km 20 = 01:34:40 -> km 21,1 = 01:41:41 -> also für 1,1 km, überwiegend bergab und im "Endspurt", 7:01 Min.???). Auch Andi lief unter 01:40 handgestoppt. Letztendlich aber auch egal… - von früheren "Glanzzeiten" (1:35) ist man (zurecht) weit entfernt. Christian, mit unter 01:50 Std. sowie Rolf und Jürgen (beide nach sehr langer Wettkampfpause) durften zufrieden sein.

Die Strecke selber bot "Licht und Schatten" - sehr schön am "Frognerstranda" und der "Aker Brygge", weniger schön auf einer ca. 3 km langen Schotterpiste durch den Containerhafen und später durch ein etwas "heruntergekommenes" Wohngebiet (ja, das gibt es auch in Oslo). Die Stimmung an der Strecke war bis auf wenige Ausnahmen "norwegisch reserviert". Trotzdem, unter dem Strich, ein lohnenswerter Lauf.

Das Chaos von der Startnummernausgabe setzte sich dann bei der Abholung des Gepäcks fort. Christians Beutel (auch mit unseren Laufjacken) war verschwunden, konnte aber am Abend wieder aufgefunden werden.

Diesen verbrachten wir in einer "Pizzeria" in "Tjuvholmen", einem futuristischen Wohnviertel an Stichkanälen in Hafennähe. Eine 2-Zimmerwohnung mit winzigem Balkon kostet hier 600.000 €.

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Oslo-Tjuvholmen

Gegen 23:00 Uhr fielen wir totmüde ins Bett.

4. Tag: 22.09.13 So. (Oslo - Kiel)

Tagesmotto: "Haste Scheisse am Fuss, haste Scheisse am Fuss..."

Das Tagesmotto entwickelte sich bereits am Freitag, als Andi beim Pinkeln im Gebüsch, sehr zu unserer Freude, in einen riesigen stinkenden Hundehaufen trat. Später setzte sich sein Pech bei den "geklauten" 01:39:xx und dem dramatischen Ausscheiden "seiner Partei" aus dem deutschen Bundestag fort. Kaum zu glauben, was ein Mensch alles aushalten kann.

Nach einem ausgiebigen Frühstück begab sich die Gruppe in einen Supermarkt in Hotelnähe, um den Wucherpreisen auf dem Schiff "aus dem Weg" zu gehen. Richtig preiswert war es dort aber auch nicht.

Um 11:30 Uhr wurden wir vom Hotel zur Fähre gefahren. Hier "gammelten" wir dann 1,5 Std. in der völlig überfüllten Wartehalle rum, bis wir um 13:15 Uhr auf das Schiff konnten. Die Ausfahrt aus dem "Oslo-Fjord" verfolgten wir bei zunehmenden Sonnenschein in einer windgeschützten Ecke.

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Gruppenfoto auf der Rückfahrt
Rolf, Jürgen, Harald, Andreas, Christian, sitzend: Jens

Im Laufe des Abends machte uns dann die unruhige See arg zu schaffen. Besonders Andi ging es, auch durch die o. g. Begleitumstände, schlecht. Haralds großer Wunsch, der gemeinsame Besuch der "Piraten-Tanz-Show" um 21:00 Uhr im Schiffs-Theater, konnte aber noch erfüllt werden. Das war gar nicht mal so schlecht, wie zunächst befürchtet.

Der Folgetag (Mo.) bestand dann nur noch aus dem Frühstück, dem Anlegen um 10:00 Uhr in Kiel und der Rückfahrt nach Hannover.

Auch diese Laufreise darf wieder als sehr gelungen gelungen betrachtet werden. Ich fand es mal super, dass alles organisiert wurde und selber eigentlich nichts, wie sonst immer, zu tun war. Hatte richtig etwas von "Urlaub". Auch die Gruppe erwies sich als sehr harmonisch und unproblematisch. Im nächsten Jahr werden wir wohl wieder nach Island fahren ;-) (meinetwegen, zur Not, aber auch nach Amsterdam oder Breslau).